
Diese Leitern erreichten mit 22 Sprossen eine Höhe von bis zu 6 Meter, die ein Berufspecher hunderte Male pro Tag hinaufsteigen musste. Um schneller und ohne Anstrengung wieder hinunter zu lommen, band er sich Rutschflecken aus Leder um Oberschenkel und Knie, sodass er an den Holmen rasch nach unten rutschen konnten.
Da die Leiter vom Pecher von Baum zu Baum getragen werden musste, wurden sie, um sie möglichst leicht zu halten, aus etwa 5 bis 8 cm starken Föhrenbäumchen hergestellt und mit etwa 30 cm langen Sprossen aus Hartriegelholz (gelber Hartriegel, Dirndl), die etwa 30 bis 32 cm voneinander entfernt sind, versehen. Die Sprossen wurden rasch abgenützt, da der Pecher mit Eisennägeln beschlagene Schuhe trug, um auf den Sprossen guten Halt zu haben. Die Leiter wurde durch einen starken Draht längs der unterstern und vorletzten Sprosse zusammengehalten. Das obere Leiterende wurde mit einem Strick verbunden, um die Leiter sicher an den Baum lehnen zu können.

Die Herstellung und Instandsetzung der Leitern war eine typische Winterarbeit des Pechers.
Die Leitern wurden im Wald beim Leiterplatz gelagert, damit sie nicht jedesmal die ganze Wegstrecke getragen werden mussten.